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Spiritualität der Bindung

Die Bindung an einen anderen Menschen hat für gläubige Menschen auch (oder vielleicht sogar speziell) eine religiöse und spirituelle Bedeutung. Das Ja-Wort bekommt dadurch eine weitere Dimension, weil aus dem Bund zweier Menschen Gott als dritter in diesen Bund hineingenommen wird. Die Verantwortung, die zwei Menschen füreinander übernehmen, bekommt eine eschatologische Bedeutung. Die Sakramentalität, die die Ehe dadurch erfährt, führt auch zu einer Entlastung, weil das Gelingen einer Ehe nicht mehr nur alleine von den Eheleuten abhängt, sondern eine Hilfe - religiös gesprochen – eine Heiligung und Stütze durch die Gnade erfährt.

Durch das Schwinden der Religiösität im Sinne des Verlustes des Glaubens an einen personalen Schöpfergott wird die kirchliche Eheschließung vielfach zu einem sinnentleerten Ritual, das genauso beliebig an einem besonderen spirituellen Kraftort stattfinden könnte. Wenn Gott nicht mehr als personales Gegenüber erfasst wird, geht auch die Verbindlichkeit verloren, weil der „Sinn“ der Ehe auf ein persönliches Gefühl reduziert wird und der Entscheidungscharakter verloren geht. Bei diesem Vortrag sollen die Zusammenhänge aus der Sicht eines Familienseelsorgers beleuchtet werden, die sich gerade in der Ehepastoral und Krisenberatung zeigen.

11:15 - 12:00

Helmut Prader

Helmut Prader

 
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